Sanders Kolumne: Success Story von der erfolgreichen Spülung

Na als ob ich nicht schon genug zu tun hätte! Jetzt will Chef auch noch Success Stories – ja geht’s noch? Weiß nicht, woher er das schon wieder hat, aber woher zum Kuckuck soll ich wissen, was der Kunde über unsere Produkte denkt?

Ich hasse kleine Umtrünke!!! Gerade war ich noch in allerbester Plauderlaune mit der Eva und schon kommt Chef um die Ecke mit einem Glas Sekt in der Hand. Freudestrahlend – so kenne ich ihn gar nicht – erzählt er uns vom Krummeister und seinem Erfolg mit den „Success Stories“. Ich kenne weder den Krummeister noch die Success Stories, also nicke ich erst mal voller Überzeugung. Wie sich herausstellt, ist das der Schlosser um die Ecke und der durfte für einen hochrangigen Dorfpolitiker eine Treppe anfertigen und einbauen. Für quasi umsonst und dafür hat er jetzt eine Freigabe für einen Presseartikel bekommen. Und diese Geschichte hat ihm zig neue Aufträge eingebracht und einen Auftritt im Fernsehen. Chef will jetzt genauso was auch! Na toll…

Woher soll ich denn wissen, welcher Kunde bei uns was gekauft hat? Bin ich Hellseher oder was? Chef meinte, ich soll mich nicht so anstellen, oder soll er meinen Job auch noch mitmachen – ja, kann er gerne, dann gehe ich solange auf den Golfplatz! Die Jessy hat mir dann eine Kundenliste vorbeigebracht, die ich abtelefonieren sollte. Der erste Kunde hat sich erst mal eine halbe Stunde beschwert, dass er immer noch auf die Ware wartet, die er schon bezahlt hat. Der zweite hat mir einen Vortrag darüber gehalten, dass früher Qualität auch noch einen Wert hatte und nicht wie dieses Schrottding, das er sofort zurückschickt. Habe dann erst mal eine Pause gebraucht. Der siebte Kunde schließlich hat mir dann zugesagt und herausgekommen ist eine Success Story – erste Sahne!

Chef war happy und ich bin gleich zum Lokalreporter drei Häuser weiter. Ich weiß nicht, warum er mich so oft gefragt hat, ob das mein Ernst sei. Er würde es ja veröffentlichen, aber ob das so gut wäre? Ich habe ihm dann vom Krummeister und seinem Fernsehauftritt erzählt, also hat er eingelenkt. Das Fernsehen kam dann auch vorbei und bei Twitter war es auch der absolute Hit. Aber irgendwie war Chef nicht so happy. Dabei war die Story von der „erfolgreichen Klospülung für bessere Sitzungen“ doch so gelungen!

 

CROSSOVER MARKETING Buch in Top 10 bei Amazon Bestsellern

Die wichtigsten Basics zum Thema Social Media Marketing hat Autor Sander in seinem Buch aus seinem Erfahrungsschatz zusammengetragen. Der fiktive Chef zeigt deutlich, wie es im Alltag zugeht, oder besser nicht zugehen sollte…

Praxisnah und direkt umsetzbar, so beschreibt ein Leser die Marketing Tipps von Autor Jonathan Sander. Sein Buch „CROSSOVER MARKETING oder Social Media, mein Chef und andere Katastrophen“ hat scheinbar den Nerv der Zeit getroffen. Bei der Rangliste der Direktmarketing Bücher ist Sander mit seinem Buch jetzt auf Platz 7 der Amazon Bestseller Charts gelandet.

Griffige Texte, bodenständige Marketingkenntnis und ein überzeichneter Chef, der den Alltag doch recht genau trifft – das ist die Kombination, die das Buch sehr leicht lesen lässt. Für Unternehmen, die eine kleine Marketingkasse haben sind die Tipps eine gute Fundgrube. Durch Kombination der klassischen Marketinglehre in Verbindung mit adäquater Unternehmensinformationen in den sozialen Medien wird laut Sander der Weg zum Erfolg geebnet. Die konsequente Ausrichtung anhand der Firmenstrategie auf den Kundennutzen steht im Mittelpunkt. Diverse Social Media Kanäle werden genauso betrachtet wie die klassischen Broschüren, Homepage und der Kundenkontakt.

Den Bezug zum Alltag stellt Sander durch die Sichtweise des Marketingverantwortlichen her. Sein Chef kommt mit den unmöglichsten Forderungen auf ihn zu, die er möglichst ohne Budget umsetzen soll. Da bleibt kaum ein Auge trocken, denn es trifft in überspitzter Form den Marketingalltag in vielen Unternehmen. Die Marketingtipps beruhen auf den Erfahrungen des Autors, der damit schon viele Erfolge erzielt hat.

Public Relations: Tolles Produkt, aber keiner kauft es

Da hat man ein tolles Produkt entwickelt, aber die Nachfrage bleibt trotz Marketing Anstrengungen aus. Warum? Diese Frage beschäftigt so manchen Unternehmer. Jetzt wird es Zeit, über PR nachzudenken.

Broschüren, Internetauftritt, Social Media Maßnahmen, Newsletter – diese Marketingmaßnahmen sind bekannt und werden in größerem oder kleineren Stil unternommen. Doch ein genauso wichtiger Baustein ist die PR und hiervor schrecken viele zurück. Hemmungen im Umgang mit der Presse oder schlicht und ergreifend Unkenntnis führen dazu, dass diese Arbeit nicht angepackt wird.

Wie soll jedoch ein potentieller Kunde erfahren, dass es ein gutes Produkt gibt? Google AdWords, Anzeigen in Zeitschriften oder auf Branchenseiten im Internet sind ein möglicher Weg. Gute Pressearbeit kann jedoch eine weitaus höhere Werbewirkung erzielen. Umgekehrt kann eine schlechte Pressearbeit sehr viel kaputt machen. Eine gute Vorbereitung ist wichtig.

Recherche steht an erster Stelle: Wo sitzen meine Interessenten und was lesen sie – in Print und Online? Welcher Schreibstil wird verwendet? Welche Nachrichtenportale bedienen die Zielgruppe? Eine tabellarische Übersicht mit ersten Adressen der Magazine und Ansprechpartner der Redaktionen sollte das erste Ergebnis sein.

Als nächstes sollten Presseberichte vorbereitet werden, die man Redaktionen anbieten kann. Hierzu eignen sich Kunden- oder Anwendungsbeispiele der Produkte. Es sollte informativ und unterhaltsam sein. Eine reine Nennung der Features oder Erklärung von technischen Details ist nicht für jedes Magazin von Interesse. Eine interessante Überschrift ist der Dreh- und Angelpunkt und entscheidet darüber, ob der Redakteur den Artikel aufnimmt. In der Kürze liegt die Würze und der Bericht sollte nicht zu lange ausfallen. Ein Bild oder Video dazu ist vorteilhaft.

Dann kommt die spannende Phase, denn jetzt beginnt die Kontaktaufnahme zu den Redakteuren. Nicht immer ist ein Telefonat erwünscht. Falls man einen Ansprechpartner erreicht, sollte man in einer Minute erklären können, welchen Artikel man anbieten möchte. Besser ist die schriftliche Kontaktaufnahme per Mail. Ein kurzes Anschreiben, Nennung der Artikelüberschrift und die Anlage des Artikels reichen aus. Oftmals erhält man keine Absage, bei einer Veröffentlichung hingegen wird meist eine Leseprobe als Link oder als Probeexemplar zugeschickt.

Sanders Kolumne: Lean Marketing

Chef meint, alles muss „lean“ werden – na, da ist er ja früh dran! Seiner Statur würde „lean“ auch mal ganz gut tun… Dumm nur, dass von seiner neuen Vision jetzt auch das Marketing betroffen ist. Wie komme ich da nur wieder raus?

Komme gerade aus der Budgetbesprechung. Ein Dampfkochtopf kurz vor dem Explodieren ist dagegen nichts… Chef meint, es reicht ihm jetzt mit den ständigen Brainstormings in den Hotels. Ein unabhängiger Berater hätte ihm beim geschäftlichen Golfwochenende gesagt, dass gerade im Marketing viel Geld ausgegeben wird, das keinen Umsatz bringt. Ab jetzt wird jeder Cent dreimal umgedreht und ohne Zustimmung geht nix mehr. Na prosit!

Und ich soll jetzt erst mal meinen Budgetvorschlag neu einreichen. Werde jetzt eben statt 3 mal im Monat nur noch 2 mal im Monat ins Hotel gehen. Statt 5-Gänge-Menü nur noch 4 Gänge, das müsste erst mal reichen.  Ist ja schon eine ordentliche Einsparung! Siegessicher bin ich in das Büro von Chef rein – fand er aber nicht so gut. Ab jetzt überhaupt keine Brainstormings mehr im Hotel!!! Ja, was soll dabei denn rauskommen? Gute Ideen wachsen ja nicht auf den Bäumen! Bin vom Restbudget erst mal mit der Eva zum Brainstorming und jetzt haben wir’s!

Wir haben die Marketingausgaben jetzt rigoros runtergefahren. Auf Null, quasi. Keine Ausgaben für Brainstorming, auch nicht für Social Media, rein gar nichts! Und ein kleines Ass gibt’s noch im Ärmel. Chef war begeistert und ist das Budget direkt mit dem unabhängigen Berater beim geschäftlichen Spa-Wochenende durchgegangen. Und der hat ihm gleich ein unschlagbares Angebot unterbreitet, dass seine Marketingagentur jetzt für uns bearbeiten kann. Für einen schlappen sechsstelligen Betrag, versteht sich. Ein Vögelchen hätte ihm gezwitschert, dass wir im Marketing Unterstützung brauchen könnten. Uiuiui, der Dampfkochtopf ist dann explodiert, denn mit Kosten kann Chef nix anfangen…

Bei uns ist wieder alles beim Alten. Sitze gerade beim Brainstorming und muss kurz noch eine Whatsapp an den unabhängigen Berater schicken, dass ich seinen Sohn heute nicht mit zum Fußball nehmen kann – bin ja schließlich im Hotel.

Zu wenig Besucher auf der Homepage – das können die Gründe sein

Was tun, wenn die Besucherzahlen auf der Homepage nicht den Erwartungen entsprechen? Bevor teure Berater ins Boot geholt werden müssen, reicht oftmals ein Selbstcheck, um wieder mehr Besucher anzusprechen.

Monatlich steigende Besucherzahlen auf der Firmenhomepage sind der Traum jedes Marketers und seines Chefs. Die Realität sieht oftmals anders aus. Junge Firmen haben damit zu kämpfen, überhaupt wahrgenommen zu werden. Bei anderen Unternehmen stagnieren die Visits oder gehen sogar zurück. Woran liegt das? Ein kurzer Schnellcheck soll Abhilfe schaffen.

Aktualität: Wenn sich auf einer Homepage nichts verändert, dann wird auch der treueste Kunde nicht mehr darauf schauen. Er rechnet mit keinen Neuigkeiten. Das ist ein grober Fehler, denn Beziehungen müssen gepflegt werden. Ob potentieller Interessent, bestehender Kunde oder Presse, alle möchten mit Neuigkeiten und interessanten Informationen versorgt werden. Wenn sich auf der Seite etwas tut, dann kommt man auch gerne wieder.

Seitenladezeit: Der Besucher erwartet, dass die Internetseite sofort angezeigt wird. Wenn sie sich nicht innerhalb von kürzester Zeit aufbaut, geht er direkt weiter. Google Analytics zeigt beispielsweise kostenlos an, in welcher Zeit die Seite geladen wird. Viele Bilder und Videos verlängern die Ladezeit. Viele hilfreiche Tipps zur Verkürzung findet man zu diesem Thema in Internetforen.

Fehlender Durchblick: Ein Besucher muss sofort Antwort auf seine Fragen finden. Unüberschaubare Seiten mit riesigen Menüs schrecken ab. Kurze knappe Informationen zum Unternehmen, den Produkten, wie man sie benutzt und wo man sie kaufen kann, Preise, aktuelle Informationen oder Ansprechpartner gehören auf eine Homepage. Wenn man raten muss, was die Firma anbietet hat man schon verloren. Ein Marketer sollte sich darüber informieren, was seine Kunden wissen möchten und entsprechende Informationen anbieten.

Keiner kennt mich: Gerade wenn man eine Seite neu erstellt, müssen die Besucher erst einmal den Weg zu einem finden. Wenn man auf Kundendaten zurückgreifen kann, dann sind Mailings hilfreich. Postings auf Social Media Kanälen, die auf die Seite verlinken helfen dabei, besser gefunden zu werden. Pressemitteilungen erhöhen ebenfalls die Sichtbarkeit. Deshalb sollte aktiv über das Bestehen der Seite informiert werden. Wer finanziell gut ausgestattet ist, kann natürlich Werbung schalten und steigert damit die Bekanntheit in sehr kurzem Zeitraum.

Social Media: Mit welchen Kennzahlen starten?

Marketingausgaben sind wichtig, doch welche führen zum Erfolg? Zur Bewertung werden gerne Kennzahlen herangezogen, doch im Social Media Bereich wird es schwierig. Nicht jede Kennzahl passt zum Unternehmen.

Cost per Click, Response Rate, Marketing ROI sind Kennzahlen, die den Erfolg der Marketing Aktivitäten messen sollen. Doch schon hier scheitern die ersten Unternehmen, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Welche Klicks, welche Antworten, welche Umsätze kann man denn in Beziehung zu den Ausgaben setzen? Die Auswertungen kommen oft Kaffeesatzlesereien gleich und führen zu noch mehr Verwirrung.

Die Basis muss jedoch der Ausgangspunkt sein. Die Homepage eines Unternehmens ist der Dreh- und Angelpunkt. Wichtig ist nach wie vor, wie sich die Besucher hier verhalten. Neue Besucher, wiederkehrende Besucher und die Gesamtanzahl der Besucher sollten genau im Auge behalten werden. Auswirkungen von saisonalen Schwankungen, Messebesuchen oder Werbeaktionen können hier abgelesen werden. Eine einfache Excel Tabelle, in die die Views (Ansichten) oder Nutzer eingetragen werden, reicht für den Anfang.

Auf dieser Basis sollte überprüft werden, woher die Besucher auf der Homepage kommen. Werden Besucher über die Social Media Kanäle wie Facebook, Youtube, Pinterest oder Twitter erreicht? Das Google Analytics Konto ist kostenlos und kann diese Beziehungen übersichtlich aufzeigen. Auch hier reicht eine Excel Tabelle, welche die Anzahl der Besucher auf dem Social Media Kanal anzeigt und dem Anteil, der auf die Homepage klickt. Wenn hier mehr Marketingaktivitäten geschehen, dann sollte das zu einem Anstieg der Besucherzahlen von dem betreffenden Kanal führen.

Direkte Werbeausgaben auf Facebook beispielsweise können jedoch mit Cost per Click ausgewertet werden. Wie viel Euro muss man einsetzen, um einen Klick auf das „Like“ der Facebookseite oder den Beitrag zu erreichen. Bei einer feineren Einstellung der Zielgruppe sollte diese Kennzahl geringer werden.

Eine einmalige Betrachtung ist nicht zielführend. Vergleiche über einen längeren Zeitraum können besseren Aufschluss geben. Sind die Besucher eher unter der Woche oder am Wochenende aktiv, sind es eher jüngere oder ältere Nutzer, reagieren sie auf Anzeigen und Sonderangebote – diese Ergebnisse kann man an den Besucherzahlen ablesen. Die Kennzahlen sollten daher erst an der Basis, der Homepage starten, um sie dann Schritt für Schritt zu verfeinern.

Der Kundennutzen als roter Faden durch alle Marketingkanäle

Die Bearbeitung von sozialen Netzwerken, Fachzeitschriften, Homepages oder Messeauftritt geschieht nicht zum Selbstzweck, denn über allem sollte der Kundennutzen klar vermittelt werden. Die Sichtweise muss sich mehr auf den Kunden richten.

Marketing soll den Verkauf von Produkten aktiv unterstützen. Die Mittel und Wege können unterschiedlich sein, jedoch sollte bei allen der Kunde im Fokus stehen. Das ist den Marketingfachleuten nicht fremd, der Alltag sieht jedoch oft anders aus. Der Blick ist zu sehr auf die eigene Firma gerichtet und es werden eher Produkt Features als Vorteile für den Kunden präsentiert.

Wenn ein Unternehmen ein Produkt oder eine Software überarbeitet und neue Anwendungsmöglichkeiten herausbringt ist das ein Fortschritt, auf den die Mitarbeiter stolz sind. Diese Tatsache alleine zeigt jedoch noch nicht den Kundenvorteil. Was hat er davon? Diese Frage wird oft nicht beantwortet. Was bringt die Veränderung dem Kunden in Zeit, Geld, Prestige oder Sonstigem?

Die Antworten können je nach Kanal unterschiedlich aussehen. Der Kundennutzen muss sich wie ein roter Faden über der gesamten Berichterstattung hinweg ziehen. Pressemeldungen oder Berichte auf der Homepage sollten Fakten und Beispiele nennen. Auf Facebook kann der Bearbeitungsfortschritt mit Bildern dokumentiert werden. Zitate von Kunden oder Mitarbeitern finden ihren Platz in diversen Medien wie Zeitschriften, Social Media oder PR. Anwendungsbeispiele zeigen den Kundennutzen am deutlichsten.

Dieses Zusammenspiel führt dazu, dass der Kunde mit den Vorteilen konfrontiert wird und sie durch den Wiederholungseffekt  bewusst oder unbewusst abspeichert. Die eigene Sichtweise liegt einem näher als die eines anderen, deshalb sollten sich Marketing Fachleute immer wieder selbst hinterfragen.

Sanders Kolumne: Guerilla Marketing mit Omas Häkelgruppe

Es soll so unfassbar gut werden, worüber alle noch lange reden, sagt Chef. Mit einem super Budget im niedrigen 3-stelligen Bereich – ist klar! Und volles Programm mit Social Media – na der eine Facebook Follower wird sich freuen…

Zum Glück hat mich die Jessy, die Sekretärin vom Chef vorgewarnt. Neueste Marketing Erkenntnis von Chef ist „Guerilla Marketing“. Spektakuläres Ereignis, das so überhaupt nichts mit der Firma zu tun hat, oder nur ein wenig, dafür aber für jede Menge Aufmerksamkeit sorgt. Werbung umsonst quasi. Das „umsonst“ hat mein Chef wörtlich genommen und ich darf jetzt für fast umsonst was aus den Rippen schneiden. Er hat die Spendierhosen an, meint Chef und spendiert sage und schreibe 120,47€.  Super!

Bin erst mal mit der Eva und der Susi zum Brainstorming in die Beach Bar gegangen. Ist so unfassbar heiß heute, da muss man schon mal raus. Dann kam auch noch der Benno mit seiner Gang an und wir sind erst mal versumpft. Von dem großartigen Budget ist leider nichts mehr übrig und so eine gute Idee hatten wir auch nicht. So, jetzt ist guter Rat teuer, denn Chef bittet zum Rapport!

Zum Glück sind mir die selbstgestrickten Socken von der Oma eingefallen, die ich in der Beach Bar ausgezogen habe. Die habe ich dem Chef auf den Tisch geknallt und ihm etwas von riesen Vision, Guerilla Marketing in Amerika und Socken an die Fassade als Statement erzählt. Dazu habe ich wie wild mit den Armen rumgefuchtelt und die Amerikanische Hymne angestimmt, zumindest die erste Zeile, mehr kann ich nicht. Chef hatte Tränen in den Augen und war begeistert!

Idee wird sofort umgesetzt, zumindest Projekt ist auf den Weg gebracht. Die Häkelgruppe von der Oma produziert wie wild Socken. Die beiden Alten haben schon 3 Paar fertig und bis die 7-stöckige Fassade von unserem Bürogebäude mit Socken voll ist, wird es wohl nicht mehr lange dauern. Bis dahin muss ich neue Ideen sammeln und erst mal in die Beach Bar…

3 Tipps für erfolgreiches Facebook Marketing

Was soll ein Facebook Auftritt dem Unternehmen bringen? Sobald diese Frage beantwortet ist, kann mit Facebook zielgerichtet Marketing betrieben werden. Diese drei Tipps zeigen, wie man die Seite erfolgreicher macht.

Der Wunsch nach Followerzahlen in Millionenhöhe auf Facebook ist nachvollziehbar aber nicht unbedingt zielführend. Wie die Leser auf Postings reagieren lässt sich schlecht vorhersagen, deshalb ist die Arbeit mit Facebook manchmal wie Lottospielen. Dennoch können hier sehr viele potentielle Kunden erreicht werden, deshalb sollte man sich als Marketing Verantwortlicher sehr genau mit der Thematik auseinander setzen. Mit diesen 3 Tipps kann die Facebook Seite erfolgreicher werden.

Tipp 1: Realistische Ziele

Unternehmen sollten sich realistische Ziele setzen, die sie mit ihrer Arbeit hier erreichen wollen. Hohe Followerzahlen sind nicht das non-plus-ultra. Als Gegenpunkt zur Homepage kann hier ein persönlicheres Bild der Firma gegeben werden. Kundenbindung entsteht auch dadurch, dass regelmäßig Neues aus dem Unternehmen in Bildern oder als Video gezeigt wird. Das macht die Firma nahbarer und verleitet den Besucher dazu, auch mal auf die Homepage zu gehen, wenn die Links entsprechend vorhanden sind. Beides ist in Zahlen als Views der Beiträge oder der Klicks auf den Homepagelink deutlich nachvollziehbar und kann in Zielvorgaben ausgedrückt werden.

Tipp 2: Regelmäßige Postings

Beziehungen wachsen durch regelmäßige Gespräche und daran, dass man sich auf das Gegenüber einstellt. Mit Facebook verhält es sich ähnlich. Der Leser merkt sofort, ob es nur um Zahlen oder Werbung geht und das kommt schlecht an. Belehrungen, Auszüge aus der Preisliste oder langweilige Phrasen möchte keiner lesen. Regelmäßige Informationen aus dem Unternehmensalltag, Unterhaltsames oder wertvolle Tipps hingegen werden gerne gesehen. Tägliches Posting sollte das Ziel sein. Bilder sind fast schon ein Muss, Videos sind noch besser. Wenn die Beiträge mit der Homepage verlinkt werden, trägt das nachweislich zu einem höheren Traffic auf der Website bei. Qualität geht jedoch vor Quantität, das muss bei jedem Posting sichergestellt werden. Auf allzu jugendliche Sprache sollte verzichtet werden und nicht jeder Besucher möchte mit „Du“ angesprochen werden.

Tipp 3: Facebook Werbung sinnvoll nutzen

Werbung muss nicht schlecht sein, sie muss nur gut eingesetzt werden. Facebook bietet unterschiedliche Werbeformen an. Man kann die gesamte Facebookseite oder einzelne Postings bewerben. Der Klick auf die Homepage auf eine Veranstaltung oder ein Angebot kann ebenfalls beworben werden. Wichtigstes Detail hierbei ist jedoch die Wahl der Zielgruppe und der Schlagworte. Die Zielgruppe sollte nicht zu groß sein. Alterseingrenzung und spezifische Stichworte helfen dabei, dass auch nur diejenigen die Anzeige erhalten, die sich wirklich interessieren. Ein zu kleines Budget ist ebenfalls hinderlich. Mit 50€-100€ bei einem Zeitraum von 3 Tagen Werbedauer kann sehr viel erreicht werden. Wichtig ist jedoch, die Anzeige laufend zu überwachen und gegebenenfalls anzupassen. Nach einigen Minuten kann man direkt die Auswirkungen feststellen und im schlechtesten Fall die Anzeige stoppen. Auch hier gilt es, Erfahrungen sammeln und testen, was am besten funktioniert.

Ob mit oder ohne Werbung, wer am Ball bleibt, gewinnt. Ausdauer und professionelle Beiträge sind wichtig, um eine Kundenbindung zu erreichen. Das Zusammenspiel zwischen Facebook und der Homepage ist eine Chance, aus Interessenten Kunden zu machen.

 

Elevator Pitch: Firmenvorstellung im Kurzformat sollten alle Mitarbeiter beherrschen

Ob beim Smalltalk, Business Meeting, Elternabend oder Fitnessbesuch, die Standardfrage „Wo arbeiten Sie?“ wird laufend gestellt. Das ist die Chance für wertvolles Marketing, wenn kurzweilig und informativ geantwortet werden kann.

Empfehlungsmarketing ist die beste Art der Werbung für ein Unternehmen. Das fängt schon vor der eigenen Haustür an, denn die Mitarbeiter sind hierbei ein wichtiger Bestandteil. Laufend wird man gefragt, wo und als was man arbeitet. Wenn die Mitarbeiter in der Beantwortung geschult sind, ist das ein wichtiger Marketingfaktor. In wenigen Sätzen sollte man kurzweilig erklären können, was genau die Firma macht, bei der man arbeitet.

Elevator Pitch ist die Bezeichnung für ein kurzes Gespräch im Fahrstuhl, bei der man nur wenig Zeit hat um sein Gegenüber von etwas zu überzeugen. Quasi von der Fahrt vom Erdgeschoss bis in den dritten Stock. Da bleibt nicht viel Zeit und man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren. Wenn der andere dann interessiert ist, wird er noch Fragen stellen, ansonsten ist die Chance vorbei. Da sollte jedes Wort sitzen und die Vorteile schnell genannt sein. Langes Überlegen bedeutet das Aus.

Deshalb sollten Mitarbeiter darin geschult sein, wie man in Kürze das eigene Unternehmen präsentiert. Welche Punkte sollten enthalten sein, um aus einem Interessenten einen Kunden zu machen? Was ist der Mehrwert, was ist anders im Vergleich zu anderen Unternehmen und worin liegt die Besonderheit? Hilfreich ist auch, diese Sätze schriftlich zu fixieren und sie intern zu veröffentlichen. Dadurch wird der Mitarbeiter immer wieder daran erinnert, wofür das Unternehmen steht und kann das dann auch entsprechend weitertragen.