Marketing im Mittelstand: Bei Social Media gibt es kein Wochenende

Harte Zeiten für Marketing Verantwortliche von mittelständischen Unternehmen, denn von ihnen wird eine ganze Menge erwartet. Klassisches und neues Marketing sollen perfekt laufen. Social Media läuft am Wochenende auf Hochtouren – muss sich die Kommunikation verändern?

Ein perfekter Samstagmorgen beginnt mit frischen Brötchen, heißem Kaffee und Neuigkeiten aus aller Welt. Vornehmlich auf dem Handy und gerne mal in den Sozialen Netzwerken. Klar haben sich die großen Unternehmen längst darauf eingestellt  und wir bekommen interessenbezogene Werbung geschaltet. Aber was ist mit den Mittelständlern? Social Media am Wochenende gehört eher der Ausnahme an.

Während manche Firmen noch nicht einmal auf Facebook oder sonstigen Sozialen Netzwerken präsent sind, haben sich andere zumindest Gedanken gemacht. Sie nutzen die Möglichkeit, Artikel oder Postings im Voraus zu verfassen und dann automatisiert am Wochenende zu schalten. Die Chance, dass die Meldungen dann auch gelesen werden, ist recht hoch, denn der Leser hat Zeit. Allerdings kämpft man gegen jede Menge Meldungen an, denn jetzt herrscht Hochkonjunktur. Also sollte der Mittelstand nun mitmischen oder sich eher unter der Woche präsentieren?

Leider gibt es kein Richtig oder Falsch. Trial & Error und eine Regelmäßigkeit in der Veröffentlichungszeit können aber unterstützend wirken. Wenn unter der Woche zur ungefähr gleichen Zeit gepostet wird, gewöhnt sich der Kunde daran und schaut auch gerne mal nach, was es denn Neues gibt. Dann ist eine Wochenendaktivität nicht unbedingt notwendig, weil der Kunde schon aktiv dabei ist. Um neue Kunden zu erreichen, sollte jedoch das Wochenende nicht außer Acht gelassen werden. Denn dann möchte er auch gerne mal schauen, was es über dem Tellerrand Neues gibt  – eine Chance für Marketing Verantwortliche!

Unterstützende Software hilft dabei, dass das Wochenende nicht zur Arbeitszeit werden muss, sondern dass im Vorfeld angefertigt werden kann. Dabei kann genau festgelegt werden, um welche Uhrzeit ein Posting oder Artikel erscheinen soll. Mittelständische Firmen sollten diese Möglichkeit nutzen, denn Marketing kennt mittlerweile leider kein Wochenende mehr. Und warum sollte man sich diese Chance entgehen lassen?

Marketing oder Social Media, mein Chef und andere Katastrophen

Social Media ist das Schlagwort, das so manchen Marketing Verantwortlichen auch erschlagen kann. Perfektionismus und allzeitige Verfügbarkeit auf allen Kanälen ist die Erwartung, die kaum zu erfüllen ist. Autor Jonathan Sander gibt einen Rundum-Blick und wertvolle Alltagstipps.

Hat es Sie auch erwischt? Wird von Ihnen erwartet, dass Sie in Ihrem Unternehmen Social Media „machen“? Wenn Sie über eine gut gefüllte Marketingkasse verfügen, dann ist das kein Problem. Wenn nicht, dann Prost Mahlzeit! Wir alle kennen die perfekten, lustigen Bilder und Videos, die über Kanäle wie Youtube und Facebook laufen. Gute Kampagnen, die sich viral millionenfach verbreiten, kosten viel Geld.

Kann Social-Media-Marketing nur gut sein, wenn man viel Geld zur Verfügung hat? Crossover-Marketing zeigt einen Weg, wie auch mit kleiner Kasse viel in der Online-Welt erreicht werden kann. Schritt für Schritt werden die einzelnen Kanäle beleuchtet und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Alltagsbeispiele mit dem „Chef“ zeigen unterhaltsam, wie die Umsetzung in der Realität oftmals aussieht und wie man es besser nicht machen sollte …

CROSSOVER Marketing als strategische Ausrichtung

Gutes Marketing kann Unternehmen eine Menge Erfolg bescheren. In mittelständischen Firmen wird es meist stiefmütterlich nebenher erledigt, weil Zeit und Geld fehlen. Crossover Marketing ist keine Schnellkultur, sondern berücksichtigt verschiedene Handlungsfelder.

Über große Marketingbudgets verfügen am ehesten Unternehmen, die schon erfolgreich am Markt sind. Millionen für Marketingausgaben werden eingeplant und es zahlt sich am Ende aus. Bei kleineren Unternehmen sind die Budgets eher gut überschaubar. Zeit und Geld wird an produktiver Stelle eingesetzt und dazu zählt das Marketing nicht. Verständlich aber auch sinnvoll?

Gerade wenn das Geld knapp ist und die Zeit sehr effizient für Marketingmaßnahmen genutzt werden muss, ist die richtige Ausrichtung entscheidend. CROSSOVER MARKETING wie es von Autor Jonathan Sander beschrieben wird, richtet den Blick auf die wichtigen Fragen. Social Media ist notwendig, muss aber im Kontext der Unternehmensausrichtung passieren. Die Grundlagen müssen vorhanden sein, um dann schrittweise weiter Kanäle zu bearbeiten. Als Basis wird u.a. eine klare Kommunikation des Kundennutzens der Produkte bzw. Firma genannt. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, aber bereits hier wird es auf vielen Homepages schwammig.

Social Media Kanäle sollen bei CROSSOVER MARKETING nicht einfach gestartet werden, um dabei zu sein. Im Gegenteil wird es nur dann empfohlen, wenn auch eine aktive und begeisterte Bearbeitung garantiert werden kann. Der Kunde wird sonst nicht wiederkehren, wenn der letzte Beitrag Monate zurück liegt. Alle Maßnahmen sind stets auf die Unternehmensstrategie auszurichten. Gutes Marketing, das mehrere Felder bearbeitet erfolgt nicht von heute auf morgen, sondern braucht Zeit. Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Feldern ist strategisch zu betrachten und befruchtet sich bei guter Bearbeitung gegenseitig.

Mittelstand: Social Media als Powerseller…

Facebook, Youtube & Co. gehören für mittelständische Firmen mittlerweile zum Marketingstandard. Wer nicht dabei ist, verschenkt Potential und Umsatz heißt es. Doch der Alltag sieht anders aus – zu wenig Personal, zu viel Routine. Was genau muss getan werden, um das Potential zu nutzen?

Vor einigen Jahren waren mittelständische Firmen mit Homepage die Vorreiter. Mittlerweile gehört das zur Marketingbasis. Heute wird von den Unternehmen erwartet, dass sie im Social Media Bereich kräftig mitmischen und vertreten sind. Facebook und Youtube sind ein Muss, weitere Kanäle gehören zum guten Ton. Beim genaueren Hinschauen bekommt jedoch so mancher Kunde das große Grausen.

Veraltete Beiträge, lange Seitenladezeiten, nicht mobilfähige Pages und Bilder von der letzten Party schrecken eher ab, als dass sie zum Kauf animieren. Powerselling durch Social Media ist hier gleich Null. Viele Marketingverantwortliche schwimmen in der Arbeit, weil diesem Bereich im Mittelstand eher weniger Wert beigemessen wird. Es reiche ja aus, auf Facebook vertreten zu sein und alle zwei Wochen etwas zu posten ist die landläufige Meinung.

Ein grober Fehler meint Jonathan Sander, Autor von CROSSOVER MARKETING. „Homepage und Unterlagen müssen auf dem aktuellen Stand sein, das ist die Basis. Aber genauso präzise und mit Nachdruck müssen ebenfalls die Social Media Kanäle bearbeitet werden. Lieber weniger als mehr, dafür mit mehr Hingabe und Authentizität“, so Sander. Wenn mehr Zeit in diese Kanäle gesteckt und genau darauf geachtet wird, welcher Eindruck beim Kunden entsteht, dann kann diese Arbeit zu real höherem Umsatz führen.

Die Qualität muss aber stimmen. Marketingverantwortliche sind in der Pflicht, sich hier besser zu informieren und auch mal über den Tellerrand zu schauen. Von großen Unternehmen lernen ist ein Tipp für Unternehmen, die mit kleinem Budget auskommen müssen. Dann wird auch der Erfolg kommen.

Bringt eine Aktivität auf Twitter wirklich spürbar mehr Umsatz?

Twitter ist im Mittelstand ein stark unterschätztes Tool. Durch Unkenntnis, Vorurteile und fehlendes Verständnis wird diese günstige Werbemöglichkeit nicht genutzt. Dabei kann mit wenig Aufwand eine große Interessentenschicht direkt angesprochen werden.

Landläufig wird Twitter mit „ich trinke gerade Kaffee“ oder „mir ist langweilig und ich twittere jetzt“ in Verbindung gebracht. Im englischsprachigen Raum hingegen ist Twitter ein gerne genutztes Instrument, um Werbung zielgerichtet zu schalten. Große deutsche Unternehmen sind bereits aktiv, der Mittelstand jedoch kaum. Dabei gibt es 12 Millionen Nutzer in Deutschland, die mehr oder weniger oft Ihre Meinung kundtun. Ungenutztes Potential?

Social Media Marketing hat bei mittelständischen Unternehmen oftmals eine untergeordnete Rolle. Wie es genau geht und welcher Schritt mit welcher Auswirkung verbunden ist, kann nicht klar argumentiert werden. Der direkte Bezug „Twitter – mehr Umsatz“ ist sehr kurzsichtig. Mit Twitter kann man kurze Nachrichten veröffentlichen. Ein Bild oder Video kann beigefügt werden. In der Kürze liegt die Würze und so ist man als Marketingverantwortlicher dazu gezwungen, sich kurz anzupreisen. Möglichst so, dass man Aufmerksamkeit erregt und von der Zielgruppe beachtet wird.

Die Wahl der richtigen Stichworte (Hashtags) ist äußerst wichtig. Sobald man etwas getwittert hat, beginnt die Reaktion. Diese kann positiv oder negativ ausfallen. Und genau hier muss man reagieren! Darin besteht die Chance, sich als Unternehmen positiv darzustellen! Mit einem Tweet am Tag ist es nicht getan. Man muss mehrmals twittern und die Antworten im Auge behalten und darauf reagieren. Wenn man dies beherzigt, kann man im Monat schnell auf über 100.000 Impressionen (wie oft ein firmeneigener Tweet angeschaut wurde) kommen. Gerade für kleinere Unternehmen ist das eine gute Möglichkeit, schnell und günstig viel Aufmerksamkeit zu bekommen.

Tolles Firmenvideo – aber die Klicks auf Youtube bleiben aus…

Viele Mittelständler folgen dem Trend, ein Firmenvideo zu erstellen. Jetzt wurde viel Zeit und Geld investiert, aber der erwünschte Erfolg bleibt aus. Millionen Klicks sind in weiter Ferne und was nun? Mit CROSSOVER MARKETING kann jedoch am Erfolg gearbeitet werden.

Wer sind wir und was machen wir? Diese Fragen sollen Firmenvideos anschaulich beantworten. Dazu werden Agenturen ins Boot geholt und fünfstellige Beträge bezahlt. Das Ergebnis sind mehr oder weniger gute Kurzfilme, die in wenigen Minuten die Firma vorstellen. Für den Auftraggeber ist das ein aufregendes Erlebnis, aber für alle andere eher weniger. Wieder ein Film mehr, na und?

Damit Unternehmensvideos auch zum Mehrwert für die eigene Firma werden, muss das Marketing den Blick über den Tellerrand hinaus richten. Es reicht eben nicht, das Video auf die Homepage zu stellen. CROSSOVER Marketing ist gefragt. Mehrere Kanäle müssen zusammen spielen und gute Ideen sind gefragt. Die Frage muss beantwortet werden, wie der Kunde zum Film kommt und was es bei ihm bewirkt. Er soll sich angesprochen fühlen, die Firma muss gut rüberkommen und gut in Erinnerung bleiben.

Ein neues Firmenvideo sollte in eine Kampagne eingebunden werden. CROSSOVER bedeutet, dass unterschiedliche Marketingwege miteinander verbunden werden. Postings auf Facebook und anderen Social Media Kanälen, Newsletter, Gewinnspiele, Rabattaktionen, Filmteaser, Einbindung in Präsentationen sind mögliche Wege. Extra Werbung für den Film durch Plakate, Karten, Werbegeschenke oder Aktionen tragen dazu bei, dass das Video nicht nur einmalig gebraucht wird. Millionen Klicks auf Youtube werden eher die Ausnahme bleiben. Wertvoller hingegen ist ein guter Eindruck bei den Kunden und denen, die es dadurch werden.

Sanders Kolumne: Sind Webinare die neuen Tupperparties für’s Büro?

Kleines Kaffeekränzchen am Arbeitsplatz, Wurststulle in der Hand und nettes Pläuschchen mit der sympathischen Stimme am Telefon. Mega! Und wenn der Chef komisch guckt, dann zeige ich ihm gediegen, „sorry, bin mitten im Webinar“. Er ist happy und ich bin’s auch. 

Mein bester Freund Google ist wunderbar. „Webinar“ eingegeben und zack, gleich zig neue Webinare gefunden, an denen ich unbedingt  teilnehmen muss. Fortbildung quasi. Zuerst hat der Chef ja eine Flunsch gezogen, weil das ja wertvolle Arbeitszeit sei. Aber als ich ihm mit Advertiser, Paradigmenwechsel, Influencer und Chat Bots komme, war er erst mal stark beeindruckt.

Webinare auf Englisch kommen bei meinem Chef richtig gut an. Und mein Englischstatus profitiert ganz klar! Der Kaffeekonsum ist letztens etwas gestiegen, denn Kaffee beim Webinar ist ja schon Pflicht. Kekse dabei sind ganz schlecht, die sind zu laut beim Essen. Am liebsten finde ich die Stelle mit „haben Sie noch Fragen?“, denn dann kann man sich ganz ungezwungen über Gott und die Welt unterhalten. Danach brauche ich erst mal einen Kaffee und eine Pause, ist ja auch anstrengend.

Jetzt kommt doch mein Chef auf die blöde Idee, ich könnte selber ein Webinar anbieten. Ich sei da ja der Experte, nach soooo vielen Teilnahmen. Ganz blöde Idee! Dass er mir damit eine mega zusätzliche Arbeit aufgehalst hat, ist ihm recht schnuppe. Mein letzter Rettungsanker sind die hohen Kosten für eine passende Webinarsoftware. Das funktioniert ja immer, denn kosten darf es schließlich nix. Gerade noch mal die Kurve gekriegt! Sorry, habe jetzt keine Zeit mehr, das nächste Webinar fängt gleich an. Ich muss noch meinen Kaffee holen und meine Telefonstimme für die Steffi ölen…

Social Media – aber kosten darf es nix!!!

Für Mittelständler ist Social Media ein unliebsamer Faktor, der auch noch mit erledigt werden muss. Es soll viel bringen, aber möglichst nichts kosten – wie geht das?

Facebook, Youtube, Twitter & Co – was da nicht alles auf die Marketing Verantwortlichen niederprasselt! In jedem Segment sollen sie sich auskennen und alles perfekt beherrschen. Aber es darf bitteschön nicht die Alltagsroutine stören! Zeit und Kosten gleich Null, ist doch klar!

Überall dabei sein ist für so manches Unternehmen kein guter Ratschlag. Von allem ein bisschen und doch nichts richtig wirft auf die Unternehmen kein gutes Licht. Wenn der letzte Eintrag auf Facebook schon Monate oder gar Jahre zurück liegt, dann ist es für Kunden uninteressant, hier nochmal nach zu schauen. Und wenn sich ein Werbe Posting ans andere reiht, dann gibt das keinen positiven Werbeeffekt – im Gegenteil. Doch was tun, um wirklich Erfolgreich zu sein?

Das Buch „CROSSOVER MARKETING oder Social Media, mein Chef und andere Katastrophen“ nimmt die Szene ordentlich unter die Lupe. Mit Gegebenheiten aus dem Alltag werden die Unsinnigkeiten der Chefs aufs Korn genommen und gleichzeitig praxistaugliche Lösungen geboten. Anhand von Checklisten und einer klaren Vorgehensweise bekommen Marketing Verantwortliche Hilfestellung geboten, wie sie im Dschungel von Social Media vorgehen können.

Gerade für Mittelständler ist dieses Buch ein absolutes Muss! Leicht zu lesen, unterhaltsam und wertvolles Marketing Wissen werden von Autor Jonathan Sander gekonnt vermischt. Erhältlich bei Amazon, Thalia, Weltbild und anderen Buchhändlern.